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Archiv für die Kategorie ‘Qur'an’

Die Fundamente der Shar’iah

Juli 12, 2009 TL Kommentieren

Von Sheikh Mufti Muhammad Rafi’ Usmani

Die Ahkam [Gebote] der Shari’ah können durch vier Dinge bewiesen werden: durch Qur’an oder Rasulullah صلى الله عليه وسلم seine Sunnah, sprich durch seine Aussagen oder Taten, oder durch Ijma’ oder durch Qiyas. Dies sind die vier Fundamente und wieviele Ahkam der Shari’ah es auch gibt, sie sind alle durch einer dieser [Fundamente] bewiesen.

Qur’an und Sunnah

Auch wenn im heiligen Qur’an viele Ahkam vorkommen, so wurden nicht alle Ahkam erwähnt. Von einigen Ahkam wurden nur die Usul [Richtlinien] angegeben, stellenweise wurden nur Andeutungen gemacht, an manchen Stellen wurde nur eine Richtung gegeben und im Bezug auf die restlichen wurde gesagt, dass du dem folgen sollst was Rasulullah صلى الله عليه وسلم sagt. Deshalb spricht Allah Ta’ala:

وَمَا آتَاكُمُ الرَّسُولُ فَخُذُوهُ وَمَا نَهَاكُمْ عَنْهُ فَانتَهُوا

„Und was euch der Gesandte gibt, nehmt es: und was er euch untersagt, enthaltet euch dessen.“ [59:7]

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Mindestanforderungen für das Paradies

April 16, 2009 TL Kommentieren

Von Sheikh Mufti Muhammad Taqi Usmani

Wir können nachvollziehen, dass der Eintritt in Jannah von der Barmherzigkeit Allahs, dem Allerbarmer, abhängig ist und nicht von unseren Taten allein. Jederzeit streben wir nach der Barmherzigkeit des Allbarmherzigen für hier und für das Jenseits. Jemand kam zum Propheten صلى الله عليه وسلم und fragte ihn, was er tun müsse um in Jannah einzutreten. Der Heilige Prophet صلى الله عليه وسلم erzählte ihm die Mindesttaten um in Jannah einzutreten. Wären Sie so freundlich die Mindesttaten zu spezifizieren? Möge Allah Sie für diese nobele Arbeit belohnen.

[M.S. Desin aus Dammam]

Es gibt eine Reihe von Ahadith, in denen der Heilige Prophet صلى الله عليه وسلم die Voraussetzungen für den Einzug in das Paradies erwähnt hat während er die verschiedenen Fragen von verschiedenen Sahabah beantwortet hat. Die Taten, die in solchen Ahadith erwähnt wurden, haben von Person zu Person und von Anlass zu Anlass variiert. Der Grund ist offensichtlich, denn die Islamischen Anordnungen betreffen jede Gesellschaftsschicht und von verschiedenen Personen werden entsprechend ihres jeweiligen Umfelds verschiedene Taten erfordert. Nimmt man dennoch alle solche Ahadith in Erwägung, kann man den Sachverhalt auf folgende Weise zusammenfassen:
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Was ist Fitra?

April 9, 2009 TL 1 Kommentar

Von Sheikh Mufti Muhammad Shafi’

فَأَقِمْ وَجْهَكَ لِلدِّينِ حَنِيفًا فِطْرَةَ اللَّهِ الَّتِي فَطَرَ النَّاسَ عَلَيْهَا لَا تَبْدِيلَ لِخَلْقِ اللَّهِ

„So richte dein Antlitz auf den Glauben wie ein Aufrechter (und folge) der von Allah erschaffenen Natur [Fitra] – worin Er die Menschheit erschaffen hat. Es gibt keine Änderung an Allahs Schöpfung.“ [30:30]

Kommentatoren des Qur’ans [Mufassirin] haben dem Wort Fitra [فطرة] mehrere Bedeutungen gegeben, von welchen zwei geläufiger sind.

  • [1] Erstens, dass mit Fitra ‘Islam’ gemeint ist und bedeuten tut es, dass Allah Ta’ala jeden Menschen von seiner Natur und seinem Instinkt aus Muslim erschaffen hat. So lange keiner aus der Umgebung oder dem Umfeld ihn vom rechten Weg ab bringt ist jedes geborene Kind Muslim. Aber üblicherweise ereignet es sich, dass die Eltern ihm Dinge und Vorstellungen beibringen, die dem Islam widersprechen, woraufhin das Kind nicht mehr im Islam bleibt. Dieses wird auch in einem Hadith der Sahihain berichtet und laut Qurtubi stimmt die Mehrheit der Salaf über diese Interpretation ein.
  • [2] Die zweite Interpretation ist das mit Fitra ‘Fähigkeit’ gemeint ist. Das dann bedeutet, dass Allah Ta’ala jedem Menschen die Fähigkeit beschert hat seinen Schöpfer zu erkennen und an Ihn zu glauben. Und dieses führt automatisch zur Ergebung zum Islam, vorausgesetzt man macht von dieser Fähigkeit Gebrauch.

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Der Schlüssel zum Sirat al-Mustaqim

Februar 27, 2009 TL 1 Kommentar

Von Sheikh Mufti Muhammad Shafi’

[...] Hier gibt es ein weiteres Problem das unter Betracht gezogen werden sollte, wessens Antwort die Tür zu einem neuem und mehr umfassenderem Verständnis öffnet. Es könnte scheinen als wenn um den geraden Weg zu definieren „der Weg des Propheten صلی اللہ علیہ و الہ وسلم“ oder „der Weg des Qur’an“ ausreichend wäre. Das wäre auch prägnanter und deutlicher gewesen, denn der ganze Heilige Qur’an ist in Wirklichkeit eine Erklärung des geraden Weges  und die Lehre des Heiligen Propheten صلی اللہ علیہ و الہ وسلم ist die ausführliche Darstellung. Aber der Allah Ta’ala hat diese prägnante und deutliche Ausdrucksform zur Seite getan und zwei Verse dieser kurzen Surah aufgegriffen um den geraden Weg positiv und negativ zu bestimmen und zu begrenzen: Wenn jemand den geraden Weg folgen möchte sollte er solche Leute „denen Allah Gnade erwiesen hat“ finden und ihren Weg einschlagen. Hier fordert der Heilige Qur’an uns nicht auf „den Weg des Qur’ans“ zu folgen, da ein Buch alleine für die Erziehung des Menschen nicht ausreicht, und er fordert uns weder noch auf „den Weg des Propheten صلی اللہ علیہ و الہ وسلم zu folgen, da der Heilige Prophet صلی اللہ علیہ و الہ وسلم nicht für immer auf dieser Welt bleiben und kein anderer Prophet oder Gesandter nach ihm folgen sollte. Also, unter derer, deren Lehren und Beispiele uns helfen können den geraden Weg zu erzielen, hat der heilige Qur’an außer den Propheten auch die erwähnt die bis zum letzten Tag unter uns sein werden – zum Beispiel die Siddiqin1, die Shuhadah2 und die Salihin3.

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