Hadith an-Nuzul & Imam Ibn Taymiyyah

Von Sheikh Mufti Muhammad Taqi Usmani

ينزل الله إلى السماء الدنيا كل ليلة حين يمضي ثلث الليل الأول فيقول أنا الملك من ذا الذي يدعوني فأستجيب له من ذا الذي يسألني فأعطيه من ذا الذي يستغفر فأغفر له فلا يزال كذلك حتى يضيء الفجر

„Allah تبارك وتعالى steigt jede Nacht zum untersten Himmel herab [yanzilu] nachdem zwei Drittel der Nacht vergangen sind und spricht: „Ich bin der König. Wer ist es, der Mich ruft, so daß Ich ihm antworte? Wer ist es, der Mich fragt, so daß Ich ihm gebe? Wer ist es, der Mich um Vergebung bittet, damit Ich ihm vergebe?“ Und er fährt damit fort bis die Morgendämmerung einbricht.“

[سنن الترمذي، بابٌ في نزول الرب تبارك وتعالى إلى السماء الدنيا كل ليلةٍ]

Weiterlesen

Was sagen die Gelehrten über Salat al-Tasbih?

Von Sheikh Muhammad ibn Harun Abassommar

Frage: Was ist der Status von Salat al-Tasbih? Einige sagen, dass der Hadith, der dieses Gebet erwähnt, schwach sei.

Antwort: Das Urteil bezüglich Salatul Tasbih ist, dass es erlaubt und sogar sehr empfehlenswert ist.

Der Hadith zu dieser Frage wurde von vielen hochrangigen Hadithgelehrten als Sahih (authentisch) und Hasan (gesund) eingestuft. Diejenigen, die behauptet haben, dass er schwach sei, taten es aufgrund einigen wenigen Überliefererketten. Wenn man jedoch die unterschiedlichen Ketten zusammennimmt, dann wird kein Zweifel mehr über seine Authentizität bestehen bleiben.

Weiterlesen

Das Rezitieren hinter dem Imam

Von Mufti Abdur-Rahman Ibn Yusuf

Ob jemand die Surat al-Fatiha hinter dem Imam rezitieren sollte oder nicht, war ein großes Thema, welches schon seit frühen Zeiten zu großen Meinungsunterschieden und Disputen führte. Bei dieser Diskussion geht es nicht nur darum, was besser und tugendhafter ist, sondern es geht bei dieser Debatte vielmehr um die Zulässigkeit der Rezitation der Surat al-Fatiha, wenn man hinter dem Imam betet. Aus diesem Grund spielt dieses Thema eine wichtige Rolle unter den vielen Themen bezüglich des Gebets. Die Gelehrten haben über dieses Thema viele Schriften geschrieben. Dieses Thema unterscheidet sich von dem des Raf’ al-Yadayn, welches sich nur damit auseinandersetzt, ob es besser ist seine Hände beim Zeitpunkt des Ruku’ zu heben oder nicht.

Das Thema Qira’a Khalf al-Imam oder „Das Rezitieren hinter dem Imam“ ist viel gravierender. Es geht darum, ob die Rezitation wajib [notwendig] oder absolut verboten ist. Die folgende Untersuchung befasst sich mit den Versen und Hadithen zu diesem Thema, und dem Urteil über das Rezitieren der Fatiha des Muqtadi oder „desjenigen, der einem Imam bei leisen [sirri] und lauten [jahri] Gebeten folgt.“

Weiterlesen

Tarawih: Anzahl der Rak’ah

Von Mufti Ahmed Abd al-Hasib Tanwir Qasmi

Manche Leute denken dass Tarawih nur aus acht Rak’ah besteht. Dies ist nicht korrekt. Der einstimmigen Meinung aller Imame zufolge besteht Tarawih aus 20 Rak’ah. Obwohl keiner der Imame mit weniger als 20 Rak’ah übereinstimmte, vertritt Imam Malik die Ansicht von 32 Rak’ah. Dies bedeutet das dem Konsensus aller Imame zufolge niemand mit weniger als 20 Rak’ah übereinstimmte.

Außerdem können wir von Ibn Abbas‘ رضي الله عنه Bericht erfahren, dass er Tarawih zwei oder drei Nächte lang [als Imam] anführte, wobei er 20 Rak’ah verrichtete. Die Gefährten des heiligen Propheten صلى الله عليه وسلم lebten gemäß seiner Aussage بلغوا عنى و لو آية und offenbarten sich als exzellente, nachahmenswerte Vorbilder. Sie hatten nicht nur die Taten des heiligen Propheten صلى الله عليه وسلم aufgezeichnet, sondern schritten auch zur Nachahmung seiner Taten voran. Sie gewährten uns eine große Gunst uns mit wertvollen Überlieferungen zu versorgen, die die Quelle der Rechtleitung (für uns alle) bis zum Weltuntergang sein werden.

Weiterlesen

Taqlid & die Fälschung von Islamischer Geschichte

Von Mufti Muhammed Sajjad

Taqlid bedeutet den Rechtssprüchen eines Gelehrten ohne sich das Wissen über die ausführlichen Beweise dieser Meinungen anzueignen zu folgen. Eine Person ist gezwungen dies zu tun, da er nicht im Stande ist die Beweise zu begreifen um sich seine eigene Meinung über irgendeine detailreiche Angelegenheit des Deens zu bilden. Dieses Verlassen auf eine Gruppen von hochqualifizierten Individuen kann man in jedem Aspekt des menschlichen Lebens sehen: Von dem Moment, an dem wir einen Anbau an unser Haus bauen wollen, bis zu dem, an dem wir uns selber behandeln möchten, verweisen wir bedingungslos auf die Experten. Der Kranke versucht nie sich selber zu diagnostizieren, ganz zu schweigen davon sich nach seinem eigenen Wissen die Routine der Medizin, die er nehmen muss, zu verordnen. Sondern er sitzt in bescheidener Weise und akzeptiert alles was der Doktor ihm sagt und ihm verordnet. Es scheint als sei allein der Islam als solch etwas herausgesucht wurden, dass jede Person nicht nur seine geistige Fähigkeiten (wie mangelhaft sie auch sind) um seine detailreichen Lehren zu bestimmen ausüben darf, sondern vielmehr wird es als seine Pflicht erklärt.

Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass Taqlid ganz vom Anfang des Islams existierte, denn das ist die normative Vorgehensweise fürs Lernen. Die Gefährten und die Nachfolger (Tabi’in) anderer Gefährten waren gezwungen Taqlid ihrer Älteren zu machen. Diejenigen der Gefährten und Nachfolger, die keine Gelehrten waren, nahmen den Deen einfach von denen, die Gelehrte waren. Die Grundlage für ihr Tun von Taqlid, abgesehen von dem oben aufgeführten offensichtlichen Grund, waren die Beweise, die es für sie zu einer Pflicht gemacht hatte. Allah Subhanahu wa Ta’ala sagte im Heiligen Qur’an:

فَاسْأَلُواْ أَهْلَ الذِّكْرِ إِن كُنتُمْ لاَ تَعْلَمُونَ

„Fragt die Leute der Erinnerung, wenn ihr nicht wisst.“ [21:7]

Weiterlesen

Das Heben der Hände zum Bittgebet

Von Hafiz Ibn Hajar al-‚Asqalani

Imam al-Bukhari berichtet folgendes im Buch der Bittgebete unter Kapitel Nr. 23, welches er „Heben der Hände während dem Bittgebet“ genannt hat:

Abu Musa al-Ash’ari رضي الله عنه sagte: „Der Prophet صلى الله عليه وسلم machte Du’a. Dann hob er seine Hände. Und ich sah das Weiße seiner Achselhöhlen.“

Ibn ‚Umar رضي الله عنه sagte: „Der Prophet صلى الله عليه وسلم hob seine Hände und sagte dann: ‚O Allah! I erkläre meine Unschuld zu dem was Khalid getan hat.'“

(6341) – Abu ‚Abdullah sagte, dass Al-Uwaysi sagte: „Muhammad ibn Jaf’ar berichtete mir über Yahya ibn Sa’id und Shurayk, dass sie Anas رضي الله عنه über Prophet صلى الله عليه وسلم sagen gehört haben: ‚Er hob seine Hände bis ich das Weiße seiner Achselhöhlen sah.'“

Weiterlesen

Was ist Fitra?

Von Sheikh Mufti Muhammad Shafi‘

فَأَقِمْ وَجْهَكَ لِلدِّينِ حَنِيفًا فِطْرَةَ اللَّهِ الَّتِي فَطَرَ النَّاسَ عَلَيْهَا لَا تَبْدِيلَ لِخَلْقِ اللَّهِ

„So richte dein Antlitz auf den Glauben wie ein Aufrechter (und folge) der von Allah erschaffenen Natur [Fitra] – worin Er die Menschheit erschaffen hat. Es gibt keine Änderung an Allahs Schöpfung.“ [30:30]

Kommentatoren des Qur’ans [Mufassirin] haben dem Wort Fitra [فطرة] mehrere Bedeutungen gegeben, von welchen zwei geläufiger sind.

  • [1] Erstens, dass mit Fitra ‚Islam‘ gemeint ist und bedeuten tut es, dass Allah Ta’ala jeden Menschen von seiner Natur und seinem Instinkt aus Muslim erschaffen hat. So lange keiner aus der Umgebung oder dem Umfeld ihn vom rechten Weg ab bringt ist jedes geborene Kind Muslim. Aber üblicherweise ereignet es sich, dass die Eltern ihm Dinge und Vorstellungen beibringen, die dem Islam widersprechen, woraufhin das Kind nicht mehr im Islam bleibt. Dieses wird auch in einem Hadith der Sahihain berichtet und laut Qurtubi stimmt die Mehrheit der Salaf über diese Interpretation ein.
  • [2] Die zweite Interpretation ist das mit Fitra ‚Fähigkeit‘ gemeint ist. Das dann bedeutet, dass Allah Ta’ala jedem Menschen die Fähigkeit beschert hat seinen Schöpfer zu erkennen und an Ihn zu glauben. Und dieses führt automatisch zur Ergebung zum Islam, vorausgesetzt man macht von dieser Fähigkeit Gebrauch.

Weiterlesen