Hadith an-Nuzul & Imam Ibn Taymiyyah

Von Sheikh Mufti Muhammad Taqi Usmani

ينزل الله إلى السماء الدنيا كل ليلة حين يمضي ثلث الليل الأول فيقول أنا الملك من ذا الذي يدعوني فأستجيب له من ذا الذي يسألني فأعطيه من ذا الذي يستغفر فأغفر له فلا يزال كذلك حتى يضيء الفجر

„Allah تبارك وتعالى steigt jede Nacht zum untersten Himmel herab [yanzilu] nachdem zwei Drittel der Nacht vergangen sind und spricht: „Ich bin der König. Wer ist es, der Mich ruft, so daß Ich ihm antworte? Wer ist es, der Mich fragt, so daß Ich ihm gebe? Wer ist es, der Mich um Vergebung bittet, damit Ich ihm vergebe?“ Und er fährt damit fort bis die Morgendämmerung einbricht.“

[سنن الترمذي، بابٌ في نزول الرب تبارك وتعالى إلى السماء الدنيا كل ليلةٍ]

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Haben die vier Imame den Taqlid verboten?

Von Schaykh Mufti Taqi Usmani

Die Behauptungen, dass die Imame selber  verboten haben, ihren Ansichten zu folgen bis man die Beweise herausfindet, und dass man ihre Ansichten gegen die Wand schleudern und dem Hadith folgen soll, wenn ihre Ansichten im Widerspruch mit irgendeinem Hadith stehen, sind wahrlich wahr. Um jedoch gerecht zu sein, muss man zum Schluss kommen, dass diese Aussagen nicht an Menschen gerichtet sind, die nicht die Fähigkeit haben, ein Rechtsurteil abzuleiten (Ijtihad). Es wurden vielmehr diejenigen Gelehrten angesprochen, die fähig sind, Ijtihad zu machen.

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Fernsehen Verstehen

Von Bruder Khalid Baig

(Bitte des Autoren: Bitte schalten Sie ihr Fernsehgerät während Sie diesen Artikel lesen aus.)

Fernsehen hat sich in der Welt, einschließlich der Muslimischen Welt, wie ein Waldbrand verbreitet. Es scheint die Begrenzungen von Zeit und Ort überwunden zu haben.

Man bedenke Ort. In Saudia Arabien findet man die Hollywood-Inschrift nur wenige Meter entfernt vom Haram, dem Heiligsten aller Heiligtümer des Islams. Videokassetten sind in Läden ohne Mühe erhältlich. Einen Aufseher eines Hotels, welches vom Haram al-Sharif zu Fuß erreichbar ist, findet man in seinem Büro dabei englische Filme im Fernsehen zu gucken – sogar während das Gebet läuft. Auf dem Jeddah Flughafen können Umrah-Pilgerer dank einem ägyptischen TV-Sender einen auf die Fernsehgeräte des Flughafens übertragenen, europäischen Schönheitswettbewerb schauen.

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Die Sprache der Freitagspredigt

Von Sheikh Mufti Muhammad Taqi Usmani
[Übersetzt von Bruder Muhammad al-Faruq]

masjid

Ist es notwendig die Freitagspredigt (Khutbah) auf Arabisch zu halten oder kann man auch eine andere Sprache verwenden? Manche Leute sagen dass es nützlicher für die Zuhörerschaft sein könnte wenn diese in der lokalen Sprache gehalten würde.

[Shabbir Ali, Toronto]

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Mindestanforderungen für das Paradies

Von Sheikh Mufti Muhammad Taqi Usmani

Wir können nachvollziehen, dass der Eintritt in Jannah von der Barmherzigkeit Allahs, dem Allerbarmer, abhängig ist und nicht von unseren Taten allein. Jederzeit streben wir nach der Barmherzigkeit des Allbarmherzigen für hier und für das Jenseits. Jemand kam zum Propheten صلى الله عليه وسلم und fragte ihn, was er tun müsse um in Jannah einzutreten. Der Heilige Prophet صلى الله عليه وسلم erzählte ihm die Mindesttaten um in Jannah einzutreten. Wären Sie so freundlich die Mindesttaten zu spezifizieren? Möge Allah Sie für diese nobele Arbeit belohnen.

[M.S. Desin aus Dammam]

Es gibt eine Reihe von Ahadith, in denen der Heilige Prophet صلى الله عليه وسلم die Voraussetzungen für den Einzug in das Paradies erwähnt hat während er die verschiedenen Fragen von verschiedenen Sahabah beantwortet hat. Die Taten, die in solchen Ahadith erwähnt wurden, haben von Person zu Person und von Anlass zu Anlass variiert. Der Grund ist offensichtlich, denn die Islamischen Anordnungen betreffen jede Gesellschaftsschicht und von verschiedenen Personen werden entsprechend ihres jeweiligen Umfelds verschiedene Taten erfordert. Nimmt man dennoch alle solche Ahadith in Erwägung, kann man den Sachverhalt auf folgende Weise zusammenfassen:
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Die Wahrheit über Taqlid & Madhahib

Von Sheikh Mufti Muhammad Taqi Usmani

Einige Leute sagen, dass Taqlid – einer Madhab [Rechtsschule] eines Imams zu folgen – laut Shar’iah verboten ist. Sie beharren darauf, dass es sich für einen wahren Muslim nur gehört dem Qur’an und der Sunnah zu folgen und es kommt Shirk gleich einen Menschen in Angelegenheiten der Shari’ah zu folgen. Sie behaupten auch, dass die Rechtsschulen gebildet als Hanafi, Maliki, Shafi’i und Hanbali Schulen 200 Jahre nach dem Propheten Muhammad صلی اللہ علیہ و الہ وسلم kreiert wurden und damit eine Bid’ah [eine Erneuerung, die weder von dem Qur’an noch von der Sunnah gewährleistet ist] sind. Und sie bestehen auch darauf, dass ein Muslim seine Anweisungen direkt aus dem Qur’an und der Sunnah suchen soll und keine Vermittlung von irgendeinem Imam nötig ist um das Wissen der Shari’ah zu erfassen. Bitte erläutern Sie wie weit diese Ansicht richtig ist.

[Hussain Ahmad aus London]

Die geschilderte Ansicht basiert auf gewissen Missverständnissen, die sich aus einer oberflächlichen Betrachtung der komplexen Thematik involviert ergeben. Die komplette Aufklärung dieser Missverständnisse benötigt einen detaillierten Artikel.1 Dennoch, werde ich versuchen die grundlegenden Punkte so kurz und bündig wie möglich zu erklären.

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